Das Akronym S H I F T

S – See (Augen), H – Hear (Ohren), I – Inhale (Nase), – Feel (Körper), T – Thanks (Danke)

Von Juy Würtenberg (2024)

Diese Methode nutzt evidenzbasierte Achtsamkeits- und Wahrnehmungstechniken wie Objekt Fokussieren, um sowohl die inner- als auch die äusserlichen Stressfaktoren zu reduzieren und die introspektive, bewusste Reizverarbeitung zu unterstützen. Auditive Elemente spielen eine Rolle, da sie das sensorische Bewusstsein erweitern und die kognitive Umstrukturierung fördern. Atemübungen wirken direkt auf das autonome Nervensystem, um eine parasympathische Reaktion hervorzurufen, während die fokussierte Aufmerksamkeit auf verschiedene Körperbereiche die somatische Wahrnehmung und das Körpergewahrsein fördert. Dies trägt dazu bei, sich im gegenwärtigen Moment zu verankern und Stress effektiv abzubauen. Die Balance zwischen Eustress, der Innovation beflügelt, und Entspannung, die für geistige Flexibilität erforderlich ist, sind entscheidend für die Förderung von Kreativität.

Wie kann der Übergang vom Sympathikus zum Parasympathikus zur Aktivierung des kreativen Flusses bei Individuen und Gruppen gefördert werden?

Ausgangslage

Wir alle begegnen im Alltag unangenehmen Situationen. Der «imaginäre Säbelzahntiger» dient heute oft als Metapher für Stressreaktionen wie «Fight-or-Flight» oder «Freeze». Hormone wie Cortisol lassen uns kaum noch klar denken, wir verspüren Panik.  

Der Arbeitsalltag von Designer*innen ist oft von kurzfristigen Deadlines bestimmt. Wenn man von Stress auf Eustress wechseln kann, kommt man in einen kreativen Fluss. In der Yogapraxis wird viel mit Atem- und Wahrnehmungstechniken gearbeitet, die regulierend wirken. Diese spielerische Methode der Stressbewältigung eignet sich für alle.

Vorgehen & Methodenanwendung

Die vorliegende Methodik wurde in einer Vielzahl von Szenarien getestet – sowohl in privaten Kontexten als auch in einer Remote-Arbeitsumgebung und in einer Gruppensituation. Die Resonanz war durchweg positiv, wobei die Methode vor allem wegen ihrer Benutzerfreundlichkeit und Effektivität Anklang fand.

Aus den Tests ging jedoch hervor, dass für eine effektive Anwendung der einzelnen Prozessschritte ausreichend Zeit erforderlich ist. In der Reflexionsphase wurde zudem die Notwendigkeit hervorgehoben, Strategien zu entwickeln, um die Methode unter Stressbedingungen besser abrufbar zu machen und den Zugang für Anwender*innen zu vereinfachen.

Durch den regen Austausch in der Peergruppe des CAS und die inspirierenden Gespräche im Rahmen des Mentorings entstand die Idee für ein Audioformat. Dieses ist über einen QR-Code auf einem Sticker abrufbar. Der Sticker eignet sich ideal zur Anbringung an gut sichtbaren Gegenständen, wie beispielsweise einer Trinkflasche. Er dient als praktische Erinnerungshilfe in stressigen Momenten des Arbeitsalltags oder unterwegs, um die Methode und ihre Anwendung schnell und unkompliziert abrufen zu können.  

Das Akronym
Gleichzeitig wurde die Idee ausgearbeitet, das Akronym «SHIFT» zu verwenden, bei dem jeder Buchstabe für einen spezifischen Schritt und eine Komponente der Methode steht. Auf diese Weise kann die Methode auch ohne das Audioformat erfolgreich angewendet werden, vorausgesetzt, die Anwendenden verfügen bereits über praktische Erfahrungen mit der Methode.  

Das Toolkit
Diese Überlegungen führten schliesslich zur Entwicklung eines Toolkits, bestehend aus dem Akronym, dem Stickern, des QR-Codes und der entsprechenden Audiodatei, um die Anwendenden Schritt für Schritt durch die Methode zu führen.  

Das Wort «SHIFT» trägt bereits in seiner Bedeutung die Konnotation eines Wechsels von einem Zustand in einen anderen und dient zugleich als symbolisches Akronym zur leichteren Erinnerung an die einzelnen Schritte der Methode. 

Ergebnisse & Reflexion

Erkenntnisse
Die SHIFT-Methode hat sich als wirksames Instrument zur Stressbewältigung und Kreativitätsförderung bewährt. Ihre Benutzerfreundlichkeit steht im Vordergrund. Hervorzuheben ist die Adaptivität der Methode, die durch den Neon-Sticker mit QR-Code und das umfassende Toolkit unterstützt werden.  

Schlussfolgerung 
SHIFT illustriert, wie eine methodisch fundierte, psychologisch und nutzerorientiert ausgerichtete Herangehensweise im Arbeits- und Alltagsleben signifikante Veränderungen bewirken kann. Die Kombination aus einem einprägsamen Akronym, praktischen Erinnerungshilfen und einer strukturierten Anleitung ermöglicht es den Anwender*innen, von Stress auf Entspannung und Kreativität umzustellen. Dies steigert das persönliche Wohlbefinden sowie die Produktivität und Innovationsfähigkeit. 

Sticker platzieren
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QR Code scannen
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Audiodatei aufrufen
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Methode anwenden
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Methode abschliessen
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