Ideenkochtopf

Ideenbrainstormings in Gruppen strukturieren. 

Zeit

60–90 Minuten

Gruppengrösse

6–12 Personen

Schwierigkeitsgrad

Methodentypologie

  • Sammeln
  • Ideen kreieren
  • Bewerten & Feedback
Von Jakob Leonard (2024)

Die Methode des Ideen-Kochtopfs wird als zentrales Modul in Kreativworkshops genutzt, und dient Teams dazu, unterschiedliche Ideenansätze für Projekte, Umsetzungsstrategien und Problemkonstellationen kollaborativ zu gemeinsamen Konzepten zu verdichten. Dazu werden in einer zweidimensionalen Matrix in der Horizontalen die Projektparameter gesammelt, und diese anschliessend in der Vertikalen mit Eigenschaften befüllt. So ergibt sich eine Kombinationsmatrix, die es ermöglicht, in kurzer Zeit viele Ideen zu generieren. In einem zweiten Schritt können Rekombinationen und Weiterentwicklungen diskutiert werden, die einzelne Ansätze zu kollaborativ entwickelten Ideen werden lässt.

  • 1. Sammlung von Parametern (5–10')

    Gemeinsam legt die Gruppe fünf Parameter fest, aus welchen das Projekt/die Idee bestehen soll.  Diese werden in der Horizontalen zuoberst auf dem Canvas notiert. Die Parameter sollten das Thema abschliessend beschreiben.

  • Sammlung von Attributen pro Hauptkategorien (15'–20')

    Die Teilnehmer*innen überlegen individuell mindestens fünf Eigenschaften (Vertikale) für jeden Parameter. Sie schreiben diese auf Post-its und kleben sie gut sichtbar für alle an ein Whiteboard.

  • Auswahl der Top Five (5')

    Jede*r Teilnehmer*in sucht sich fünf favorisierte Eigenschaften pro Parameter aus und überträgt diese vom Whiteboard auf ihr /sein eigenes Canvas.

  • Ideengeneration (20')

    Nun zum Hauptteil der Übung: In individueller Arbeit überlegen die Teilnehmer*innen eigene Ideenansätze unter Verwendung der auf ihr eigenes Canvas übertragenen Eigenschaften. 

  • Austausch mit Sitznachbarn (10'–15')

    Im nächsten Schritt treffen die Teilnehmer*innen eine*r Sitznachbar*in und diskutieren ihre Ideen – idealerweise einigen sie sich auf zwei bis drei Ideen pro Person.

  • Vorstellung im Plenum und Voting (20'–25')

    Im Plenum stellen die Teilnehmer*innen nacheinander ihre Ideen vor und überlegen mögliche Kombinationen. Jede*r erhält drei Klebepunkte, mit denen die favourisierten Ideen markiert werden. Am Ende werden - abhängig von der Gruppengrösse – die 3-6 Ideenansätze mit den meisten Stimmen weiter verfolgt.  

Rollen
  • Moderierende Person 
  • Teilnehmende 
Benötigtes Material
  • Flipchart
  • Post-Its
  • ausgedrucktes Template Ideen-Kochtopf, ein Exemplar pro Person (Beispiel)
  • 1 Stift pro Person
  • Klebepunkte zur Abstimmung
Ideen-Kochtopf Template
Ideen-Kochtopf Template
Ideen-Kochtopf im Einsatz
Ideen-Kochtopf im Einsatz

Tipps

Die Methode funktioniert gut im Rahmen mehrstündiger Workshops. Grundlegende Aspekte wie Projektvision und avisierte Zielgruppe sollten vorher geklärt werden.

Der Ideen-Kochtopf kann für diverse Zwecke eingesetzt werden, vom Entwurf eines Tisches bis hin zur Planung der user experience in einem Krankenhaus ist vieles denkbar.

Um die Methode selbst effizient zu gestalten, lohnt es sich, dass die moderierende Person die Kategorien im Vorhinein festlegt bzw mit einenzelnen Team-Leads erarbeitet. Wichtig ist, dass alle Aspekte des Problems in Kategorien abgedeckt werden können.

Die Methode lässt sich sehr gut kombinieren mit der Methode «Ideenstafette», um die Ideen weiter auszuarbeiten. 

Grenzen von Einzelarbeiten verschwimmen. Alle Teilnehmenden können sich aus dem Pool generierter Ideenansätze bedienen und es werden Rekombinationen ermöglicht, die Ideen von Einzelpersonen zu Gruppenideen werden lässt.