Challenge Take-off!

Wandelt eine abstrakte “How Might We…” - Frage in kurzer Zeit in konkrete User Stories.

Zeit

180 Minuten

Gruppengrösse

4-8 Personen

Schwierigkeitsgrad

Charakter

Konvergierend, aktivierend, kollaborierend

Von Christian Jäggi

Die Methode Challenge Take-off! wandelt im Workshop-Format eine “How Might We…” - Frage in User-Stories (ähnlich Arbeitspakete) um. Dabei wird der Team-Spirit und die Partizipation mit intensiver Zusammenarbeit gefördert. Hilfreich ist diese Methode in einem heterogenen Team, in welchem einzelne Spezialisten alleine an unterschiedlichen Problemen arbeiten, ihr Input zur Thematik jedoch als wertvoll erachtet wird.

Folgende Punkte werden vorgängig identifziert:

  • Wie lautet die “How Might We…” - Frage, was ist die Design-Challenge?
  • Wer ist der Benutzer und wer sonst von der Challenge betroffen?
  • Wer testet und bewertet das Produkt?
  • Wer führt die User Stories (Arbeitspakete) aus?
  • Gibt es zusätzliche Experten, die etwas beitragen können?
  • Gibt es jemanden, der den finalen Entscheid über das Produkt fällt?

Die Methode gliedert sich in einen Vorbereitungsteil (Kick-off, Self-Study) und den anschliessenden Workshop (Warm-Up, Ideate & Sketch, Share, Decide).

  • 1. Kick-off (15')

    Die Teilnehmer (Entwickler und Designer) werden über die Methode und deren Zweck informiert:

    • Was ist die zentrale Fragestellung (“How Might  We…” - Frage oder Design-Challenge)?
    • Wozu dient die nachfolgende Self-Study?
    • Was ist das Ziel des anschliessenden Workshops?
  • 2. Self-Study (60')

    Die Teilnehmer machen sich in Einzelarbeit zur vorher festgelegten “How Might  We…” - Frage Gedanken:

    • Welche Lösungen bestehen schon für ähnliche Probleme?
    • Wie lassen sich diese Lösungen besonders gut bedienen, wieso überzeugen sie?
    • Welche (UI-)Elemente könnten für unser Setting passen/übernommen werden?
    • In welchen verwandten oder anderen Teilbereichen (Natur, andere Berufe, soziales Umfeld, etc.) könnte abgeschaut werden?

    Resultate werden auf A3 skizziert und in den Workshop mitgebracht.

  • 3. Warm-Up (5')

    Idealerweise etwas, dass das Out-Of-Box-Thinking anregt, z.B.: "Draw a Vase": Teilnehmer erst bitten eine Vase zu zeichnen, danach wie Blumen zu Hause ausgestellt werden und Freude bereiten. Danach diskutieren, welchen Einfluss die verschiedenen Fragestellungen auf die Ideenfindung haben.

  • 4. Ideate & Sketch (30')

    Im angepassten 1-2-4-All Verfahren das Produkt sketchen:

    • (1) Wurde bereits im Self-Study gemacht.
    • (2) Die Teilnehmer diskutieren und vergleichen zu zweit ihre Findings und Ideen ca. 10 Minuten.
    • (4) Diskussion wie vorher aber in grösseren Vierergruppen, ca. 20 Minuten.
    • (All) siehe nächster Punkt: Share.
  • 5. Share (30')

    • Mit Experten und Entscheidungsträgern ein gemeinsames Wireframe definieren und skizzieren.
    • Die wichtigsten Features und Anwendungsfälle identifizieren und markieren.
    • Der Facilitator (Workshop-Leiter) notiert sämtliche Nennungen sichtbar für alle und stellt sicher, dass alle Ideen im Wireframe abgebildet sind.
  • 6. Break (15')

    –––

  • 7. Decide (25')

    • Technische Spezifikationen/Limitierungen besprechen, erste Architektur oder Produkteigenheiten ausmachen.
    • Die Produkt-Funktionalitäten in User Stories gliedern.
    • Product Backlog erstellen (d.h. User Stories nach Komplexität schätzen und priorisieren).
    • Ziel setzen: Was soll bis wann erreicht werden? Welche User Stories sind dazu notwendig? Was ist das MVP (Minumum Viable Product)?
Rollen
  • Facilitator/Moderator
  • Entwickler
  • Designer
  • Optional: Experten
  • Optional: Alpha-Tester, Early-Adopter
  • Optional: Entscheidungsträger
Benötigtes Material
  • A4 und A3 Blätter inkl. Klemmbrett, falls keine Tische zum Sketchen vorhanden
  • Flipcharts oder Whiteboard für Facilitator Notizen
  • Stifte (verschiedene Farben) und Marker
  • Grosser Meeting-Raum (lädt zum offenen Denken ein)
  • Timer
  • Hintergrundmusik (kann während den einzelnen Phasen im 1-2-4-All leise eingespielt werden)
Systembeschreibung der Methode Challenge Take-Off!
Systembeschreibung der Methode Challenge Take-Off!

Tipps

Ein A3 Blatt mit dem Titel “Meine Elemente und Ideen” versehen und den Teilnehmern als «Starter-Kit» zur Self-Study abgeben. Teilnehmer bitten dieses in den Workshop mitzubringen.

“How Might We…” - Frage und Workshop Agenda aufschreiben und sichtbar im Raum platzieren.

Sämtliche Diskussionen aufschreiben, Mehrfach-Nennungen markieren und Teilnehmer am Schluss der Diskussion fragen, ob diese Elemente korrekt im Wireframe und den User Stories abgebildet sind.