Honig und Pollen

Schwarmintelligenz nutzen zum Sammeln von Projekterfahrungen für die Identifikation von wiederverwendbaren, skalierbaren Lösungen. 

Zeit

15 Minuten

Gruppengrösse

5–50 Personen

Schwierigkeitsgrad

Methodentypologie

  • Sammeln
  • Remote
  • Kommunikation & Kultur
Von Stefan Strebel (2026)

Es eine niederschwellige, schlanke Methode zur orts-, zeit- und gruppenunabhängigen Sammlung von Erfahrungen aus laufenden Kundenprojekten. Teilnehmende identifizieren Honig (bereits funktionierende und wiederverwendbare Lösungen) und Pollen (Potential und Ansätze mit Entwicklungschance) aus Ihren Projekten. Sie tragen diese in einem gemeinsamen digitalen Whiteboard zusammen und können auf Inputs von anderen Teilnehmenden reagieren. Die Methode wird eingesetzt, um Inputs zu sammeln und projektübergreifend Muster zu erkennen.

  • Vorbereitung

  • 1. Digitales Whiteboard einreichten

    Ein digitales Whiteboard mit einer kurzen Anleitung, einem Warm-up, einem Input- und einem Abschluss-Bereich gestalten.

  • 2. Präsentation und Kommunikation vorbereiten

    Präsentation als Kickoff für die Ideensammlung vorbereiten und durchführen. Die Erwartungshaltung and die Inputs und Aufwand für die einzelnen Teilnehmenden sollten thematisiert werden.

  • Selbstständige Bearbeitung

  • 3. Warm-up (2')

    Mit dem Warm-up wird das Arbeiten im digitalen Whiteboard geübt sowie die Erwartungshaltungen abgefragt. 
    Beim «Add your Bee» kopieren die Input-Geber:innen eine Biene in den Bienenstock und kommentiert seine Erwartungen und mit dem Micro-Honey-Drop wird ein persönlicher Erfolg der Woche preisgegeben.  

  • 4. Inputs sammeln (10')

    In zwei Frames können die Teilnehmenden ihre Inputs zum Honig und den Pollen beschrieben. Die Inputs werden auf Sticky Notes geschrieben.

  • 5. Interaktion und Abschluss markieren (3’)

    Zum Abschluss werden die Teilnehmenden dazu ermuntert, vorhanden Inputs zu liken und zu kommentieren und es werden die nächsten asynchronen Schritte aufgezeigt.

  • Nachbearbeitung

  • 6. Klären, Clustern und Muster erkennen

    Nach dem Ablauf der Inputsammlungen werden die Inputs thematisch gruppiert und mögliche Doppelungen zusammenführen. Falls notwendig werden Rückfragen übers Board an die Teilnehmenden gestellt.

  • 7. Zurückspiegeln und nächste Schritte

    Zum Abschluss werden die Ergebnisse mit der ganzen Market Unit geteilt und nächste Schritte (weiterführende Ausarbeitungen und Ideation, Prototyping, etc.) aufgezeigt.

Rollen & Haltung

Beitragende Projektmitarbeitende: 

  • Software Engineers 
  • Business Analysts 
  • Project Managers 
  • User Experience Experts 
  • Reviewers / Fachexperten der Inputs 
  • Sponsor / Fürsprecher für Kommunikation 

Haltung Facilitator:in

  • Wertschätzung für alle Inputs 
  • Rahmen gebend 
  • Organisation für Weiterbearbeitung 
Benötigtes Material

Digitales Whiteboard 

Tipps an Facilitator:innen

Im digitalen Whiteboard eine klare Navigation vorgeben, damit der User durch den Ablauf geführt wird und Die Anleitungen zu verfassen, dass sie ohne Rückfragen verstanden werden.

Zeitraum für die Input-Sammlung nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang ansetzen und einen passenden Zeitpunkt wählen.

Finde eine Ambassador für die Methode und noch viel wichtiger einen zweiten Follower, der das Board zum Leben erweckt.

«Es braucht auch eine erste Person, die zu dem Vorschlag ja sagt. Der zweite Follower ist der Ketchup-Löser. Er ist der Beweis, dass der Vorschlag nicht komplett idiotisch sein kann, und der erste Follower nicht bloss ein Querulant. Drei Personen, das kann reichen – wenn es die richtigen drei sind»
(Zitat: Krogerus & Tschäppeler) 

Board-Konzept mit Intro, Warm-up, Sammlung und Closing
Board-Konzept mit Intro, Warm-up, Sammlung und Closing
Intro "Place your Bee"
Intro "Place your Bee"
Frames zum Sammlen des Honigs und der Pollen
Frames zum Sammlen des Honigs und der Pollen
Übersicht des gesamten Whiteboard
Übersicht des gesamten Whiteboard