Neue Ideen lassen sich sehr gut anhand konkreter Anwendungsfälle oder Fragestellungen entwickeln. Die direkt involvierten Personen (hier als Projektteam bezeichnet) sind thematisch zwar sehr versiert, ihnen fällt es aber oftmals schwer, über die bestehenden, realen Rahmenbedingungen hinaus frei zu denken. Hier hilft es, ein unbeteiligtes Expert:innenteam beizuziehen, welches Ideen generieren kann, die vielleicht über das effektiv Machbare hinausgehen, aber im Kern interessant wären.
Die Ideen des Expert:innenteams werden in einem gemeinsamen Workshop mit dem Projektteam gespiegelt. Daraus können neue Ansätze für die im Fokus stehende Fragestellung generiert, Learnings für künftige Anwendungsfälle gesammelt und die eigene Haltung geschärft werden. Personen, die weder in das Projekt involviert, noch im Expert:innenteam sind, helfen bei der Beurteilung und Einordnung der Ideen (unten «neutrale Gruppe» genannt).
Vorbereitung: Themensetzung
Im Vorfeld des Workshops wird festgelegt, für welchen Anwendungsfall resp. für welche Fragestellung Ideen entwickelt werden sollen, und welche Aspekte dabei im Fokus stehen sollen. Bei Bedarf werden relevante Begriffe geschärft und für den Kontext definiert.
Vorbereitung: Ideen entwickeln
Das Expert:innenteam entwickelt auf Basis des realen Anwendungsfalls Ideen, welche die Fragestellung adressieren, die bestehenden Rahmenbedingungen aber vernachlässigen dürfen.
1. Wissensgleichstand herstellen (10’)
Das Projektteam erläutert den Anwendungsfall und die zu bearbeitende Fragestellung. In einer kurzen Plenumsrunde werden Verständnisfragen geklärt.
2. Ideen präsentieren (20’)
Das Expert:innenteam präsentiert seine Ideen. Alle Teilnehmenden machen sich Notizen auf vorbereiteten Templates.
3. Jurieren (60’)
Die Ideen werden entlang der Fragen auf dem Template diskutiert. Folgende Themen werden angesprochen:
- Wirkungsbeitrag der Ideen des Expert:innenteams zur Fragestellung
- Umsetzungshindernisse und möglicher Umgang damit
- Offene Fragen, Wissenslücken
Die Diskussion erfolgt je nach Gruppengrösse im Plenum oder in Kleingruppen. Bei der Diskussion in Kleingruppen sollte in jeder Gruppe das Projektteam, das Expert:innenteam sowie die neutrale Gruppe vertreten sein.
Wird in Gruppen diskutiert, sollten anschliessend die Erkenntnisse im Plenum zusammengetragen werden.
Abschluss und Ausblick (30’)
Alle Teilnehmenden formulieren mündlich, was sie aus dem Workshop für sich und ihre Arbeit mitnehmen. Gemeinsam werden die nächsten Schritte definiert (zum Beispiel: Füllen von Wissenslücken, Weiterbearbeitung konkreter Ideen).
- Facilitator:in
- Projektteam
- Expert:innenteam
- Neutrale Gruppe
- Templates A5 oder A4 für Notizen, A3 oder A2 für Jurierung
- Flipcharts
- Post it's
- Stifte
- Projektunterlagen bei Bedarf




