Kopfkino Screening

Eine Storyboard Methode um Ideen auf Papier zu bringen, zu analysieren und die Essenz herauszufiltern.

Zeit

20–40 Minuten

Gruppengrösse

1–8 Personen 

Schwierigkeitsgrad

Charakter

Konvergierend, visuell, aktivierend

Von Lucie Girardier

Die Methode Kopfkino Screening ermöglicht Ideen, Interaktionen, Abläufe und Szenarien auf Papier zu bringen, ein besseres Verständnis zu bekommen und die Essenz herauszufiltern. Diese Konkretisierung erfolgt mit der Visualisierung der Idee, die Markierung von den verschiedenen Kategorien und im Anschluss die Hervorhebung von den wichtigsten Punkten. Das ausgefüllte Template dient sowohl als Basis um weitere Schritte zu definieren (ausprobieren, anpassen, wegwerfen) als auch als Dokumentation oder Kommunikationsmittel.

  • Idee auf Papier bringen

  • 1. Schreibe

    Schreibe als erstes den Titel der Idee, die Zielgruppe sowie die Bedürfnisse der Zielgruppe auf.

  • 2. Skizziere

    Skizziere in den Kacheln die Schritte, um deine Idee zu erklären. Die Kacheln sind in zwei Bereiche gegliedert. Im oberen Teil werden die Visualisierungen wiedergegeben. Im unteren Teil wird der Text geschrieben, um die Skizze zu stützen. Als Alternative zu den Skizzen kannst du auch Aufnahmen oder ausgewählte Bilder aufkleben.

  • 3. Erkläre

    Erkläre deine Idee in so wenigen Kacheln wie möglich. Falls du trotzdem mehr als fünf Kacheln brauchst um deine Idee zu erklären, kannst du die Story auf weiteren Seiten ausbauen.

  • Essenz der Idee herausfiltern

  • 4. Definiere

    Definiere im unteren Bereich des Templates Kategorien, die für deine Story zentral und relevant sind. Beispielsweise: Emotionen, Touchpoints, Interaktionen, Probleme, Fragen, Lücken oder Hürden. Wähle eine Farbe pro Kategorie aus (z.B. blau für Interaktionen, rot für Emotionen).

  • 5. Suche

    Suche und markiere nun in der Story die definierten Kategorien mit der passenden Farbe.

  • 6. Liste auf

    Liste im unteren Bereich des Templates die markierten Punkte pro Kategorie auf. Umkreise in der Liste die Elemente, die bei der Erstellung des ersten Prototyps zwingend berücksichtigt werden müssen.

  • 7. Ergebnis

    Mit dem ausgefüllten Template besitzt du nun ein Instrument, welches dir hilft Schlüsse zu ziehen, ob die Idee weiterverfolgt, angepasst oder verworfen wird. 

Rollen

Teammitglieder / Teilnehmer

Facilitator
bei Einsatz der Methode mit einer Gruppe

Benötigtes Material
  • Allgemein: Ausgedrucktes Template, Stifte
  • Variante mit Skizzen: Allgemein
  • Variante mit Fotos: Allgemein + Telefon, Drucker, Klebstoff
  • Variante mit Bilder: Allgemein + Computer, Drucker, Klebstoff

Tipps

Probiere es aus

Es gibt kein richtig oder falsch beim Zeichnen, jeder kann eine Idee illustrieren.

Schaffe Überblick

Es ist sowohl für eine IST Situation (Beobachtung, Dokumentation) als auch für eine SOLL Situation (Inspiration, Hypothese) geeignet.

Tausche dich aus

Es wird spannender, wenn du den Schritt “Essenz der Idee herausfiltern” mit anderen Teilnehmern durchführst.

Sichere deine Arbeit

Es hilft, jeden Schritt zu dokumentieren (z.B. Scannen, Kopie machen), so besteht die Möglichkeit später darauf zurückzugreifen.

Bringe Ordnung

Es kann hilfreich sein, die Punkte in der Story zu nummerieren, sowohl für die Auflistung als auch für die Kommunikation.