Pandora Remix

Neue Sichtweisen durch das Experimentieren mit Restmaterial erleben und dadurch Innovation ermöglichen.

Zeit

15–45 Minuten

Gruppengrösse

ab 3 Personen

Schwierigkeitsgrad

Charakter

Aktivierend, performativ, visuell und verbal

Von Christine Sparano

Mit der Pandora Remix–Methode gelangen Teilnehmende zu neuen Sichtweisen, guten und innovativen Ideen im Entwurfsprozess und in der Projektarbeit. Das Restmaterial wird Ausgangspunkt für Abstraktion und Aktivität. Pandora Remix initiiert mit Restmaterial Spielfreude, Phantasie und Humor. Im Umgang erlebt die Gruppe handelnd neue Perspektiven, diskutiert angeregt durch die Interviews und visualisiert zeichnerisch neue Sichtweisen. Mit der Nachbereitung werden diese für Gestaltungsprozesse nutzbar.

  • 1. Vorbereitung (Einführung)

    • Teams von 3–4 Personen bilden
    • je Team handelnde, zeichnende, interviewende Akteure
    • Timeboxing
    • je Team Objekt/Material wählen
  • 2. Aktion A – Initiation

    Dekonstruktiver Gebrauch des Objekts: Handelnde/r verwendet das Objekt anders als gedacht, Zeichner/in skizziert schnelle Zeichnungen, Interviewer/in befragt Handelnde/n.
    Dauer: 5–7 Minuten

  • 3. Aktion B – Rollenwechsel

    Verwendung im Team im herkömmlichen Sinne des Gebrauchs.
    Dauer: 5–7 Minuten

  • 4. Aktion C – Rollenwechsel und Dekonstruktion

    Gebrauch wie in der ersten Aktion.
    Dauer: 5–7 Minuten

  • 5. Nachbereitung

    • Reflexion und Erfahrungsaustausch anhand Zeichnungen und Notizen
    • Assoziationen benennen, sich über Ideen austauschen
    • Ungewöhnliche Ansätze/Assoziationen ermutigen zu eigenem Ausdruck
Rollen

Initiantin
Gibt das Restmaterial und den Umgang damit vor, achtet auf die Zeit, beobachtet und leitet Reflexion.

Gruppenmitglieder
Handelnde, zeichnende, interviewende Rollen einnehmen, agieren, reflektieren.

Benötigtes Material

(Aufwand aus dem Projektzusammenhang)

  • Restmaterialien – Gebrauchtes, Liegengebliebenes:
    „weiches“ Material wie zum Beispiel Altkleider, Blache
    „hartes“ Material wie zum Beispiel Holz, Metall
  • Papiere, Notizpapiere und Zeichensachen
  • Für einen aktiven Teil: freier Raum

Tipps

Wähle fremdes oder vertrautes Restmaterial – spiele mit deinen Möglichkeiten.

Erkläre wenig, lass das Material sprechen.

Lass die Teilnehmenden als Variante selber Dinge oder Material ins Spiel bringen.

Der Nicht-Konsument ist ein Mensch, der wachsam und argwöhnisch ist, aber auch offen, kreativ, enthusiastisch und schliesslich äusserst fortschrittlich und modern.

Nicht-Produkte für Nicht-Konsumenten; Philippe Starck in ICONS: Starck, Taschen, Paris 2004 - ISBN 3-8228-3858-6