“Ready Made”* Prototyping

Auf den Schultern von Riesen stehen! Benchmarks, Analogien und bereits vorhandene Objekte erleichtern und fokussieren die Prototyping-Arbeit für Sie.

Zeit

1000+ Minuten

Gruppengrösse

ab 2 Personen 

Schwierigkeitsgrad

Charakter

Divergierend, konvergierend = kristallisierend

Von Felix Barber

Die “Ready Made” Prototyping Methode stellt sicher, dass Sie beim Bauen von einem Prototyp systematisch von vorhandenem Wissen und vorhandenen Ideen profitieren. Insbesondere im Service Bereich sind viele neue Ideen ein “Mashup” von bereits vorhandenen Ideen aus verschiedenen bestehenden Anwendungen. Wir können davon profitieren, um die Kreativität auf die wenigen Fragen zu konzentrieren, die noch nicht anderswo ausreichend beantwortet sind. 

  • 1. Grundidee

    Klar werden über Grundidee und Zweck vom Prototyp:

    • Was wollen wir testen?
    • Was muss der Prototyp können dazu?
  • 2. Recherche

    Recherchieren auf welche Ready Mades (A.Benchmarks, B. Analogien und C. vorhandene Objekte) Sie sich stützen können für Design und Bau des Prototyps.

    • Insgesamt und für einzelne Prototyp-Bausteine und -Funktionalitäten.
  • 3. Design

    Funktionalität und Bau des Prototyps überdenken dank Inputs von Ready Mades.

    • Ready Mades sind schon im Detail durchdacht und helfen Ihre Prototyp Grundidee schnell zu konkretisieren.
    • Wo es für die Testpersonen gut bekannte Ready Mades gibt, kann auf Details im Prototyp verzichtet werden.
    • Falls nur Desirability (Wünschbarkeit) getestet werden soll, können Lücken in Ready Mades mit “Wizard of Oz” Ansätzen geschlossen werden.
    • Wenn aber der Prototyp Feasibility (Machbarkeit) testen soll, dann muss versucht werden mit kreativen Ansätzen die Ready Made Lücken zu füllen.
    • Die klare Identifikation (dank Mangel an Ready Mades) von Feasibility Problemen mag auch zu einer Überdenkung von der grundlegenden Geschäftsidee führen.
Rollen

Eine Person kann mehrere Rollen übernehmen:

Unternehmer
gesamtverantwortlich aber Fokus auf Schritte 1 und 3)

Rechercheur
Fokus auf Schritt 2

Designer/Ingenieur
Fokus auf Schritte 2 und vor allem 3

Benötigtes Material
  • Internet-Verbindung
  • Google
  • Telefon
  • u.U Lesebrille
  • Prototyping tools 


* Der Begriff “Ready Made” wird hier in bewusster Anlehnung an die Ready Mades von Marcel Duchamp benutzt. Wie Duchamp Alltagsobjekte genommen und -  zweckentfremdet - zu Kunstwerken deklariert hat, so haben wir den Begriff Ready Mades genommen und -  leise -  zweckentfremdet als Bezeichnung für Benchmarks, Analogien und bereits vorhandene Objekte, die in einem neuen Zusammenhang verwendet werden können, benutzt. 

Tipps

Zweite Versuchs-Runde starten, falls Ready Mades nicht schnell für alle Prototyp-Funktionalitäten identifiziert werden können. Nach dem Motto “The future is already here — it's just not very evenly distributed” (William Gibson).

Team Brainstorming oder sonstige Kreativitätsmethoden verwenden, um auf Ansätze zu kommen wie Ready Mades gefunden werden könnten.

Wenn Sie wirklich vom Ansatz profitieren wollen, müssen Sie Zeit investieren!