Wandelmacher

Strukturiert und konkret in kleinen Schritten grossen Veränderungen entgegen.

Zeit

60-120 Minuten

Gruppengrösse

2–6 Personen

Schwierigkeitsgrad

Charakter

Konvergierend, verbal, visuell, aktivierend, kollaborierend.

Von Verena Pinegger

Die Methode Wandelmacher setzt bei der Erkenntnis an, dass Führungspersonen in einem Veränderungsprozess Haltungswandel vorleben können. Sie ermöglicht Führungsteams, sich strukturiert mit dem Thema Haltungswandel auseinanderzusetzen. Das Führungsteam schafft ein gemeinsames Verständnis der Herausforderungen, bestimmt wirksame Haltungen für die Situation und konkretisiert eine Umsetzung in kleinen, machbaren Schritten.

  • 1. Gemeinsames Verständnis schaffen (10')

    • Thema festhalten, auf das die Gruppe wirken möchte.
    • Stilles Brainstorming zu den Herausforderungen in diesem Thema, Punkte auf Post-its notieren.
    • Teilen der Punkte im Plenum. Im Bereich «1 | Herausforderung» festhalten und clustern.
    • Hinweis: Ziel ist es, in kurzer Zeit ein grobes gemeinsames Verständnis der Herausforderung zu schaffen – und nicht eine abschliessende Darstellung aller Herausforderungen abzubilden!
  • 2. Haltung bestimmen (15')

    Anhand der Werteliste der gewaltfreien Kommunikation oder den Pioneer Cards (hr pioneers) Haltung oder Wert finden, um den Herausforderungen konstruktiv zu begegnen. Im Bereich «2 | Haltung» festhalten.

  • 3. Wirkung festhalten (10')

    • Offenes Brainstorming zu der Wirkung der Haltung oder des Wertes.
    • Punkte auf Post-its notieren und im Bereich «3 | Wirkung» sammeln.
  • 4. Individuelle Beiträge (15')

    • Stilles Brainstorming zu drei Möglichkeiten, die Haltung oder den Wert selbst konkret im Arbeitsalltag zu leben und wie sich eine erfolgreiche Umsetzung äussert.
    • Punkte auf Post-its notieren und auf individuellem Arbeitsblatt «Mein Beitrag» sammeln.
  • 5. Peer-Feedback (20')

    • Teilen der Beiträge im Plenum, Arbeitsblätter im Bereich «4 | Umsetzen und Überprüfen» sammeln.
    • Feedback und weitere Umsetzungsideen für die anderen Teilnehmenden. Notieren der Ideen auf Post-it, teilen im Plenum
  • 6. Regelmässigkeit festlegen (5')

    • Zeitrahmen für Umsetzung und Regelmässigkeit der Reflexionssitzungen festlegen.
    • Idealerweise in bereits bestehende Formate integrieren.
  • 7. Reflexionssitzung

    • Erarbeitetes Plakat «Wandelmacher» vergegenwärtigen.
    • Silent Brainstorming zu 1 Erfolg, 1 Herausforderung und 1 Frage, notieren auf Post-its.
    • Zusammentragen im Plenum, sammeln auf Plakat «Rückschau».
    • Diskussion der Fragen in angemessen Rahmen (in Gruppe oder später zu zweit).
  • 8. Abschliessen

    • Letzte Reflexionssitzung.
    • Vergegenwärtigen aller erarbeiteten Unterlagen.
    • Brainstorming zu den Veränderungen seit dem ersten Workshop, grösstern Erfolgen und bewältigten Herausforderungen. Freuen über Erreichtes.
Rollen
  • Moderatorin oder Moderator
  • Teilnehmende
Benötigtes Material
Welche Haltung bringt uns weiter?
Welche Haltung bringt uns weiter?

Tipps

Eins nach dem anderen – nicht alle Probleme auf einmal lösen wollen.

Konkret und machbar bleiben. Die Vorschläge entfalten ihre Wirkung nur, wenn sie tatsächlich umgesetzt werden.

Wenn die Entscheidung für eine Haltung schwerfällt kann es nützen, die Wirkung mehrere Haltungen festzuhalten. Aus der Diskussion wird oft klar, welche Haltung momentan am relevantesten ist.

Ein Quartal ist ein guter Zeitrahmen für die Umsetzung. Das Thema wird nicht auf die lange Bank geschoben und es kann eine Veränderung spürbar werden. Reflexionssitzungen teilen lange Zeitrahmen in überschaubare Stücke.