Wilder Mix, eine spielerische Kurzintervention

Der wilde Mix ermöglicht eine hohe Beteiligung in einer kurzen Zeitspanne. Das Vertrauen der Beteiligten, mitgestalten zu können und zu dürfen, wird gestärkt.

Zeit

10 Minuten 

Gruppengrösse

30–120 Personen 

Schwierigkeitsgrad

Methodentypologie

  • Warm up
  • Sammeln
  • Kommunikation & Kultur
Von Monika Sprecher (2026)

Der wilde Mix eignet sich als Intro oder Outro für alle Arten von Veranstaltungen im Rahmen eines baulichen Erneuerungsprozesses. An mehreren Stationen werden verschiedene Fragen gestellt. Dabei finden unterschiedliche Methoden Anwendung.  

  • 1. Aufbau (60’)

    Mehrere Stationen werden aufgebaut mit Stellwänden, Flipcharts oder ähnlichem. Diese werden ergänzt mit Referenzbildern, Fragestellungen, Stiften und Post-it. 

    Es kommen mehrere Methoden zum Einsatz:

    • Brainwriting zum Thema Gemeinschaftsräume, um möglichst viele Ideen zu sammeln
    • Storytelling zum Thema Wohnzukunft, um den Blick der Beteiligten nach vorne zu richten
    • Zwei Schätzfragen mit Wettbewerb, zur Auflockerung und Motivation
  • 2. Briefing (15’)

    Die Co-Facilitator:innen werden gebrieft. 

  • 3. Durchführung (10’)

    Die Teilnehmenden zirkulieren von Station zu Station und können ihren Input zu verschiedenen Fragen geben. 

  • 4. Zusammenfassung (5’)

    Am Schluss der Veranstaltung vor der Verabschiedung kann eine erste kurze Zusammenfassung der Erkenntnisse erfolgen. Es wird auch erklärt, was mit diesem Input geschieht. 

  • 5. Dokumentation

    Alle Stationen werden fotografiert. Diese Fotos werden für die Kommunikation an die Teilnehmenden und an die Gremien benötigt, aber auch für die Dokumentation des gesamten Prozesses. 

  • 6. Kommunikation an Teilnehmende

    Der wilde Mix wird je nach angewendeter Methode ausgewertet. So kann aus dem Storytelling bzw. Zukunftsschreiben eine Geschichte entstehen, die publiziert werden kann.  

  • 7. Kommunikation Gremien

    Die wichtigsten Erkenntnisse werden den zuständigen Gremien (z.B. Vorstand, Baukommission) in geeigneter Form weitergegeben, damit diese in den Prozess einfliessen können. 

  • 8. Intro Folgeveranstaltung

    Die fotografische und textliche Dokumentation kann für das Intro der nächsten Veranstaltung verwendet werden, um Teilnehmenden, die neu dabei sind, den Einstieg zu erleichtern.  

Rollen & Haltung
  • Neben eine/r Hauptfacilitator:in braucht es mehrere zusätzliche Facilitator:innen, welche die einzelnen Stationen betreuen.  
  • Beim wilden Mix sollten die Facilitator:innen flexibel sein, gerne auf Menschen zugehen und sie ermutigen. Sie sollten auch nachfragen, ob die Teilnehmenden Unterstützung benötigen. 
Benötigtes Material
  • Flipchart oder Stellwände (mit Rädern wäre super) 
  • Grössere farbige Post-it und Stifte 
  • Referenzbilder 
  • Verschiedene (Leit-)Fragen oder angefangene Sätze 
  • Sammelurne für Wettbewerb 

Tipps an Facilitator:innen

An den einzelnen Stationen können schon zwei bis drei Post-it mit Input hängen, um den Teilnehmenden die Angst vor dem leeren Blatt zu nehmen. 

Es lohnt sich, die Teilnehmenden einzeln anzusprechen und zu ermutigen. Man kann auch anbieten, die Idee oder die Anregung für sie aufzuschreiben.

Während der Aktivität kann es sich lohnen, mehrere Fotos der einzelnen Stationen zu machen, um die Entwicklung des Inputs nachvollziehen zu können.

Bei grösseren Gruppen sollte entweder am Schluss der Veranstaltung eine Zusammenfassung der einzelnen Stationen präsentiert und/oder danach darüber berichtet werden.

Storytelling mit dem Thema Zukunftswohnen
Storytelling mit dem Thema Zukunftswohnen

Verweise
Meine Erfahrung aus verschiedenen Mitwirkungsprozessen als Beteiligte oder Facilitatorin